A A A

Dessau-Roßlau: Am Donnerstag, dem 19. Oktober 2017 um 19.30 Uhr laden Jörg Göpfert von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. und Claudia Scharschmidt von der Evangelischen Erwachsenenbildung Anhalt gemeinsam zu einem Vortrag mit Gespräch zum Thema „Wir schaffen … was? - Zuflucht in Deutschland – Eine Zwischenbilanz“ von Dr. Susanne Worbs vom Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus Nürnberg, ins Landeskirchenamt Dessau, Friedrichstraße 22/24 nach Dessau ein.
„Wir schaffen das!“ Kaum ein Satz hat so heftige Kontroversen ausgelöst wie dieser von Bundeskanzlerin Angela Merkel im September 2015. Seither haben etwa 1,3 Millionen Menschen einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Die meisten von ihnen stammen aus Staaten, die von Kriegen und gewaltsamen Konflikten geprägt sind, etwa Syrien, Afghanistan oder Eritrea. Mittlerweile ist die Zahl der Neuanträge deutlich zurückgegangen, aber zugleich wird immer sichtbarer, vor welchen enormen Herausforderungen Deutschland steht. Zum einen müssen die vielen Menschen, deren Asylantrag genehmigt wurde, in die Gesellschaft integriert werden. Zum anderen stellt sich die Frage nach der „Rückführung“ von Menschen ohne Bleibeperspektive in Deutschland.
Dr. Susanne Worbs wird beleuchten, welche Rolle Deutschland im weltweiten Fluchtgeschehen spielt und wer die wesentlichen Akteure sind, die die deutsche Flüchtlingspolitik verantworten Sowohl im Bund als auch in den Ländern gibt es vielfältige Zuständigkeiten, sodass ein breit gefächertes Akteursnetzwerk entsteht. Zudem wird sie erläutern, welche und wie viele Menschen woher nach Deutschland gekommen sind und wie viele das Land wieder verlassen – freiwillig oder gezwungenermaßen. Im Mittelpunkt ihres Vortrags steht aber die Lebenssituation der geflüchteten Menschen in Deutschland: Wo und wie wohnen sie, ...

welche Schul- und Berufsbildung bringen sie mit, wie gut sprechen sie – inzwischen – Deutsch? Machen sie eine Ausbildung, haben sie einen Arbeitsplatz und welche Wünsche und Ziele haben sie? Auch die Kriminalitätsentwicklung im Zuge der Flüchtlingszuwanderung wird thematisiert.
Auf diese Weise wird deutlich werden, was inzwischen tatsächlich geschafft wurde. Doch von wem? Wer ist dieses „Wir“, das all dies geleistet hat und leisten soll? Susanne Worbs geht auch dieser Frage nach, wirft dazu einen Blick auf die deutsche Migrationsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg und wagt am Ende einen Ausblick, welche Entwicklungen – auch außerhalb Deutschlands – künftig beim Thema „Flucht“ relevant sein werden.
Interessierte am Thema sind zu der Veranstaltung recht herzlich eingeladen.

Haben Sie noch Fragen zu der Veranstaltung so richten Sie diese bitte an die Pfarrerin Claudia Scharschmidt, Tel.: 0340/25261102 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder den Studienleiter Jörg Göpfert, Tel.: 03491/498841/-45 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.